Hauptnavigation

Wasser aus der Waschtrommel

Dass auch mit einfachsten technischen Hilfsmitteln – zum Teil aus Abfall hergestellt – Wasser gefördert werden kann, lernten die im Ausland häufig „Water People“ genannten Kräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) bei einem viertägigen Workshop Anfang Juni in Ibbenbüren.

In Kooperation mit der Entwicklungshilfe-Organisation EMAS (spanische Abkürzung für Mobile Schule für Wasser und Sanitärwesen) lernten die SEEWA-Kräfte ohne den Einsatz von Maschinen Brunnen zu bohren. „In Deutschland sind Geld, Material und technische Hilfsmittel für den Brunnenbau ausreichend vorhanden“, berichtet Frank Wolf, Trinkwasserexperte der SEEWA und THW-Helfer im Ortsverband Ibbenbüren. In Entwicklungsländern und Katastrophengebieten sehe das oft anders aus. Dort müssen die Einsatzkräfte örtliche Rahmenbedingungen und knappe Transportkapazitäten berücksichtigen und natürliche Ressourcen nutzen.

Ein niedriger Preis und einfache Technik sind die Hauptmerkmale der EMAS-Methode. Der Bohrschacht wird mit einfachen PVC-Rohren verschalt, Glasmurmeln werden für Ventile benutzt und die aufgeschnittene Trommel einer kaputten Waschmaschine als Sieb verwendet. Die nötigen Materialien sind fast überall auf der Welt erhältlich; das erforderliche Wissen schnell erlernt. Einheimische können die Technik selbst zusammenbauen, reparieren und finanzieren. Neben den SEEWA-Kompetenzen im Bereich der Trinkwasseraufbereitung, der Wasseranalyse, der technischen Beratung und der Instandsetzung zerstörter Wasserversorgungssyteme bietet diese Form des Brunnenbaus eine nachhaltige Lösung im Bereich der Trinkwasserversorgung. Das THW prüft derzeit, inwieweit weitere EMAS-Techniken in den Katalog der Hilfeleistungen der SEEWA aufgenommen werden können. Bereits im Juli 2011 nahmen SEEWA-Kräfte mit weiteren Hilfs- und Entwicklungsorganisationen an einem internationalen EMAS-Workshop in Bolivien teil.

  • Trotz einfacher Technik können eingespielte Teams mit der EMAS-Bohrmethode an nur einem Tag bis zu 60 Meter tiefe Brunnen bohren. (Bild anzeigen)

  • Als einfaches Sieb bei der sogenannten Spühlbohrung dient die aufgeschnittene Trommel einer Waschmaschine. (Bild anzeigen)

  • Ein fertiger Brunnen nach der EMAS-MEthode steht bereits an THW-Bundesschule in Hoya. (Bild anzeigen)

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zur Region

Ihre Meinung zählt

Lassen Sie uns wissen, was Ihnen gefällt oder nicht gefällt. Wir sind offen für Ideen, freuen uns über Ihr Lob und nehmen Ihre Kritik ernst. Geben Sie uns hier Ihr Feedback!

Feedback abgeben

KalenderTermineIm Juli 2016

Mo Di Mi Do Fr Sa So
        Termine am 01. Juli Termine am 02. Juli 03. Juli
04. Juli 05. Juli 06. Juli 07. Juli 08. Juli 09. Juli 10. Juli
11. Juli 12. Juli 13. Juli 14. Juli 15. Juli 16. Juli 17. Juli
18. Juli 19. Juli 20. Juli 21. Juli 22. Juli 23. Juli 24. Juli
25. Juli 26. Juli Termine am 27. Juli

Termine am 27. Juli

28. Juli 29. Juli 30. Juli 31. Juli

Alle Termine

Navigation und Service