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Übung unter Atemschutz

Rund 20 Helferinnen und Helfer aus den Berliner THW-Ortsverbänden Treptow-Köpenick, Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln trainierten am vergangenen Wochenende auf dem Spandauer Polizei-Übungsgelände in einem Holztunnel und einem Tank den Umgang mit Atemschutzausstattung. Diese Übungen sind Voraussetzung, damit sich die THW-Kräfte an Einsätzen unter Atemschutz beteiligen können.

Es ist kalt an diesem Samstag und die Luft ist knapp. Kriechend bewegen sich zwei THW-Helfer durch einen flachen Holztunnel, den sie nur spärlich mit ihrer Helmlampe beleuchten können. Ausgestattet sind sie mit Vollmaske und einer 16 Kilogramm schweren Atemschutzausrüstung. Deshalb wird auch nur das Nötigste geredet. „Achtung, hier geht es runter“ oder „Hier ist es zu eng, wir müssen die Geräte abnehmen“.

Ein Zwei-Mann-Trupp ist gerade mitten im Tunnel, als er angefunkt und nach dem Druck in der Sauerstoffflasche gefragt wird. Den können die Einsatzkräfte auf dem Manometer ablesen: „Eins-Fünf-Null“, antworten sie möglichst deutlich unter der Atemschutzmaske und nennen dabei ihre Namen. Außerhalb der Einsatzstelle registriert ein Helfer bei der Atemschutzüberwachung diese Angaben auf seinem Formular. Alle zehn Minuten fragt er die Trupps ab, damit er den Überblick behält. Gestartet sind die THW-Kräfte mit einem Druck von 300 bar in ihrer 6-Liter-Druckluftflasche, bei 100 bar müssen sie den Rückweg antreten. Haben sie nur noch 50 bar in der Flasche, fängt das Gerät an zu piepen, denn dann wird es langsam knapp mit der Luft. Je nach Belastung und Kondition können die Einsatzkräfte ca. 30 Minuten unter Atemschutz arbeiten.

Zum Abschluss der Belastungsübung erwartet die Helferinnen und Helfer ein Erdnagel. Diesen sollen sie mit 20 Hammerschlägen in den teilweise gefrorenen Boden treiben. Dann noch zurück zum Ausgangspunkt und der erste Teil des Tagesprogramms ist überstanden. Im Anschluss wartet jedoch noch eine Einsatzübung an einem großen Tankbehälter.

In diesem Kessel gibt es zwar keine giftigen Gase, aber die Sauerstoffkonzentration ist sehr gering. Aufgabe der THW-Kräfte ist es, einen bereits im Tank befindlichen Atemschutztrupp zu unterstützen, der einen Notfall gemeldet hat. Im Tankbehälter angekommen, schließen sie den betroffenen Helfer an die eigene Druckluftflasche an und unterstützen ihn dabei, wieder nach oben zu steigen.

Mindestens einmal im Jahr muss jeder Atemschutzgeräteträger eine Belastungs- und eine Einsatzübung absolvieren. Die Übungen haben unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte aus dem Einsatzspektrum der Bergungsgruppen. Dabei können die THW-Kräfte wichtige Erfahrungen für den Ernstfall sammeln.

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