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Eine Übung jagt die andere

Gasexplosionen, Autounfälle, verschüttete Personen: So vielfältig sind die Szenarien, die Ortsverbände in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern am zurückliegenden Wochenende übten. Außerdem koordinierten THW-Kräfte am Samstag einen Einsatz in Münster bei fiktiven Starkregenfällen.

Sowohl im thüringischen Nordhausen als auch im mecklenburgischen Parchim trainierten THW-Kräfte, eine verschüttete Person nach einer Gasexplosion zu retten. Mit Messgeräten überprüften die Ehrenamtlichen in Nordhausen die Luft in dem beschädigten Gebäude. So stellten sie fest, ob sie gefahrlos weiterarbeiten konnten. Da der Verschüttete in einem schwer zugänglichen Bereich lag, öffneten die THW-Kräfte einen zweiten Zugang durch die Kellerdecke, nachdem sie Wände und Decke abgesichert hatten. Den Betroffenen befreiten sie anschließend durch die Öffnung mithilfe von Auf- und Abseilgerät.

Eine Gasexplosion stand am Samstag auch auf dem Programm des Ortsverbands Parchim. Allerdings war in diesem Fall der Keller des Hauses geflutet, weshalb die Einsatzkräfte das Haus mit Pumpen trocken legten. Die Fachgruppe Beleuchtung versorgte die Einsatzstelle mit Licht, bis THW-Kräfte einen eingeschlossenen Bewohner erfolgreich aus dem Haus bringen konnten.

Zwei verunglückte Fahrzeuge forderten am Freitag die Fähigkeiten der Einsatzkräfte aus dem Ortsverband Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern heraus. Bei der Gemeinschaftsübung mit Feuerwehren und der Rettungsdienstschule aus Schwerin am Städtedreiecke Ludwigslust/Grabow/Neustadt-Glewe war das THW dafür verantwortlich, eine übergewichtige Person aus dem beschädigten Gebäude zu transportieren. Da das Treppenhaus blockiert war, mussten die THW-Kräfte den Betroffenen durch das Fenster befördern.

Vor allem bei Großeinsätzen ist eine gute Organisation die halbe Miete. Deshalb übten 20 Führungskräfte aus elf Ortsverbänden des Geschäftsführerbereichs Münster in Nordrhein-Westfalen am Samstag, wie sie in einem Leitungs- und Koordinierungsstab bei Starkregenfällen effektiv zusammenarbeiten.

Im Vorfeld dieser sogenannten Stabsrahmenübung richteten die Helferinnen und Helfer eine Führungsstelle aus Führungs- und Lage-Anhängern ein. Anschließend trainierten die THW-Kräfte im Rahmen eines Planspiels, verschiedene Ansprechpartner aus der Verwaltung und den Medien gezielt mit Informationen zu bedienen sowie Material und Personal zu koordinieren. Dazu entsendeten die Führungskräfte fiktive Einheiten, wiesen ihnen wie in realen Einsätzen Aufgaben zu und stellten den Informationsfluss sicher.

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