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Die Erde bebt, das THW ist vorbereitet

Verschüttete Personen und tonnenschwere Trümmerteile: Ein Erdbebenszenario bei einer Katastrophenübung im baden-württembergischen Aalen bedeutete eine Menge Arbeit für rund 140 Ehrenamtliche des THW. Am Samstag arbeiteten sie Einsätze ab, wie sie nach einem wirklichen Erdbeben tatsächlich auftreten können.

Angenommen wurde ein Beben der Stärke sieben auf der Richterskala, welches unter anderem Gebäude im Ostalbkreis schwer beschädigte. Um alle anfallenden Aufgaben abarbeiten zu können, wurden 17 Bergungs- und Fachgruppen aus elf Ortsverbänden des THW eingesetzt. Die Fachgruppen Räumen der Ortsverbände Kirchheim unter Teck und Memmingen schafften in ihrem Einsatzabschnitt, dem Kieswerk Lauchheim, Trümmerteile aus dem Weg. Im Anschluss errichteten die Helferinnen und Helfer eine provisorische Straße für weitere Einsatzkräfte. Denn im Kieswerk wurden zwei Arbeiter vermisst, die die Fachgruppe Ortung (A) aus Backnang unter anderem mit Suchhunden erfolgreich aufspürte.

Ein weiteres Szenario war eine zerstörte Geflügelzucht im Abschnitt des Truppenübungsplatzes Haisterhofen mit verschiedenen Einsatzstellen: Die Fachgruppe Ortung suchte in einem eingestürzten Nebengebäude nach Verschütteten, die eine Bergungsgruppe anschließend aus den Trümmern rettete. Zur Übungssituation gehörte auch die Gefährdung durch Geflügelpest, mehrere Tiere waren aus einem zerstörten Gebäude entkommen. Um zu vermeiden, dass sich Krankheitserreger ausbreiten, errichteten die THW-Kräfte eine Dekontaminationsschleuse. Damit können Personen und sogar Fahrzeuge von Gefahrstoffen befreit werden.

Für die Fachgruppe Führung und Kommunikation Landkreis Esslingen, die sich aus Einsatz- und Führungskräften aus fünf Ortsverbänden zusammensetzt, war die Großübung eine gelungene Bewährungsprobe. Seit einem Jahr befindet sich die Einheit im Neuaufbau. Mitglieder der Gruppe lassen sich seitdem in dem Fachgebiet ausbilden, für die Übung bauten sie am Vortag eine Führungsstelle auf. Von dort aus leiteten sie die Katastrophenübung, gaben den anderen Einheiten Aufgaben und änderten das Szenario im Laufe des Tages.

Eine dieser Aufgaben war die Verpflegung und Versorgung aller Beteiligten, die der Logistik-Trupp Verpflegung des Ortsverbands Memmingen erledigte. An der Katastrophenübung nahmen die Ortsverbände Aalen, Kirchheim unter Teck, Neuhausen, Ostfildern, Gruibingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim, Backnang, Nördlingen und Memmingen aus Baden-Württemberg und Bayern teil.

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