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Das stille Örtchen in Notfällen

Die Toilette. Ein Ort, den wir mehrmals täglich aufsuchen, um einem unserer körperlichen Grundbedürfnisse nachzugehen. Was für uns Alltag ist, ist für Menschen an manchen Orten purer Luxus – denn hier gibt es keine Toiletten. In dem Lehrgang „WASH Essentials: Latrine Construction in Emergencies“ haben vergangene Woche rund 20 THW-Kräfte gelernt, wie sie Latrinen in Katastrophengebieten bauen.

Die Helferinnen und Helfer reisten vergangene Woche aus verschiedenen Ortsverbänden zur Bundesschule nach Neuhausen an. Doch kaum angekommen, verwandelte sich die Schule in Ost-Asien, die Balkan-Länder und Afrika. In diesen drei Ländergruppen simulierten die THW-Kräfte Nothilfeszenarien. Das bedeutete: ab an die Schaufeln und ran an den Latrinenbau.

Dass es hierfür keine allgemeingültige Anleitung gibt, machten die unterschiedlichen Szenarien deutlich. Denn der Latrinenbau ist von den lokalen Gegebenheiten abhängig: Den klimatischen Bedingungen, dem Anspruch der Nutzerinnen und Nutzer sowie den verfügbaren Materialien. Die Aufgabe der Einsatzkräfte in der Übungswoche bestand darin, mit all diesen Bedingungen eine angepasste Lösung zu entwickeln und aufzubauen. Zur Seite stand ihnen hierbei jeweils eine Ausbilderin oder ein Ausbilder, die oder der die Rolle einer ortsansässigen Person einnahm.

Von Montag an skizzierten die Teilnehmenden Pläne, hoben die Grube aus, verlegten Rohre, beschafften das notwendige Material und bauten schließlich die Latrine. Neben diesem praktischen Teil behandelten sie weitere wichtige Aspekte theoretisch. Dazu gehörten Fragen zur Sicherheit, der Wartung und der behindertengerechte Zugang zur Toilette.

Die Ausbildung ist Teil der „Water, Sanitation and Hygiene“ (WASH) Lehrgänge des THW. Hier sollen Einsatzkräfte für den WASH-Bereich sensibilisiert werden, sodass sie bei einem Einsatz im Ausland auf die dortigen Herausforderungen vorbereitet sind.

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