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Zwischen Sintfluten und Holzwüsten

Wetterchaos in Bayern: Für Starkregenfälle und Orkanböen rüsteten sich am vergangenen Freitag mehr als 30 THW-Kräfte des Ortsverbands Weiden. Alles drehte sich ums Wasser, denn was bei den einen im Übermaß vorhanden war, fehlte bei den anderen: Zehn Helferinnen und Helfer des Ortsverbands Lohr übten gemeinsam mit der Feuerwehr, Waldbrände zu bekämpfen.

„Sommersturm“ nannten die Übungsleiterinnen und -leiter das Szenario, für das die THW-Kräfte von Orkanböen bis zu 120 Stundenkilometer und einer starken Unwetterfront ausgingen. Statt Sandsäcken setzten die Ehrenamtlichen zunächst eine Seilwinde ein, um das Hochwasser zu bekämpfen. Am Nordwehr hatte sich Treibgut angestaut und drohte die Hochwasserschutzanlage zu beschädigen. Deshalb zogen die Helferinnen und Helfer die Baumstämme an Land. Zeitgleich erkundete die Bergungsgruppe mit einem Boot zwei Gefahrgutbehälter, die das Hochwasser weggeschwemmt hatte. Nachdem die THW-Kräfte feststellten, dass es sich um leere Behälter handelte, konnten sie die Tanks bergen. Am gegenüberliegenden Südwehr nahmen die Pumpen des THW ihre Arbeit auf, weil die Helferinnen und Helfer annahmen, dass die Schotten des Flutkanals defekt waren, die den Wasserstand regulieren.

Die weiteren Aufgaben der Übung zielten auf die Spezialfähigkeiten der THW-Rettungskräfte ab. Auf dem Dach eines Warenverteilzentrums hatten sich drei Arbeiter verletzt, die das THW mit einem Leiterhebel und einem Schleifkorb rettete – eine Aufgabe, die sich angesichts des starken Winds als schwierig herausstellte. Inzwischen legte sich die Dunkelheit über das Übungsgelände. Um die Arbeiten zu erleichtern, leuchteten die Ehrenamtlichen das gesamte Außengelände aus. Darüber hinaus retteten die THW-Kräfte eine weitere Person und mussten dafür durch ein Regenrückhaltebecken waten, was die Sicherung aufwendig machte. Und damit nicht genug: Viel Kraft erforderte die Rettung einer verschütteten Person aus einem Betonrohr sowie mehrerer Verletzter aus einem verunfallten Zug. Für diese letzte Aufgabe mussten die THW-Kräfte Atemschutzgeräte anlegen, weil es zu einer Verpuffung in einer Arbeitsgrube gekommen war.

Zum Abschluss der Übung retteten die THW-Kräfte zwei Personen, nachdem ein Lastkraftwagen verunglückt war und seine Fracht verlor. Neben dem Fahrer befreiten die Ehrenamtlichen den Insassen eines Personenkraftwagens, der zeitgleich von einem Erdrutsch verschüttet wurde. Anschließend bargen die Helferinnen und Helfer mit einem Kran die Ladung und beendeten damit die 24-stündige Übung.

Gegen Feuer und Flamme

Weitaus trockener – oder genauer: zu trocken – ging es derweil in einem Waldstück in der Nähe von Lohr zu. Ausbleibender Regen führte dazu, dass THW-Kräfte sich gemeinsam mit der Feuerwehr auf einen Waldbrand vorbereiteten. Dazu übten die Helferinnen und Helfer in erster Linie, Löschwasser für die Feuerwehr zu transportieren. Das Wasser beförderten die Einsatzkräfte mit Transportfahrzeugen auf das unwegsame Gelände. Die THW-Kräfte stellten den Lotsendienst für die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr und statteten den Lastkraftwagenkipper des THW-Ortsverbands mit einer Wasserblase aus, die 5.000 Liter Wasser fasste.

Im Waldgebiet bauten THW und Feuerwehr mehrere Faltbehälter auf, um das Löschwasser zwischenzulagern. Über ein Netz aus Schläuchen beförderten die Einsatzkräfte das kühle Nass an die verschiedenen Einsatzstellen. Auf diese Weise hätte die Feuerwehr verstreute Glutnester bekämpfen können, wenn es sich um einen echten Einsatz gehandelt hätte.

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