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Zu Land, zu Wasser und im Tunnel

Ehrenamtliche des THW beteiligten sich in den vergangenen Wochen bei zahlreichen Katastrophenschutzübungen. Darunter waren teilweise Szenarien mit mehreren Einsatzstellen gleichzeitig, bei denen das THW mit anderen Organisationen trainierte. So zum Beispiel Ende vergangener Woche in Duisburg.

Dort probten am 30. September 300 ehrenamtliche Kräfte den Hochwasserschutz, darunter waren 17 THW-Ortsverbände, die Freiwillige Feuerwehr sowie die Johanniter Duisburg. Sie mussten einen Deich erhöhen und Wasser ableiten, um einen Stadtteil und ein Klärwerk vor den Wassermassen zu schützen. Dafür kamen 12.000 Sandsäcke, 80 Big Packs und 325 Tonnen Sand zum Einsatz.

Eine Fachgruppe Führung und Kommunikation leitete die Übung und koordinierte insgesamt sechs Führungsstellen, die für ihren jeweiligen Einsatzabschnitt verantwortlich waren. Bergungsgruppen und Fachgruppen Räumen betrieben zusammen mit einem Löschzug der Feuerwehr einen Sandsackfüllplatz. Von dort aus transportierten THW-Kräfte die Sandsäcke zum Deich.

An der Roos in Friemersheim nahmen Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen und Elektroversorgung ihre Arbeit auf. Mit Hochleistungspumpen und Schläuchen leiteten sie Wasser aus der Roos in die Ruhr. Unterstützung erhielten sie dabei durch die Boote einer Fachgruppe Wassergefahren.

Währenddessen sorgten zwei andere Einheiten im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf: Vom Gelände des Ortsverbands Duisburg aus sicherte eine Fachgruppe Logistik die Materialerhaltung der eingesetzten Technik, betankte die Fahrzeuge und verpflegte die Übungsteilnehmenden. Darüber hinaus gewährleisteten die Johanniter mit je einem Kranken- und Rettungswagen die Sicherheit aller Beteiligten.

Schweres Unwetter in Olpe

In den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Oberberg forderte die Übungsleitung des THW-Geschäftsführerbereichs Olpe die 150 Teilnehmenden am 23. September mit kniffligen Bedingungen heraus: Sturm und Starkregen hatten vermisste Personen, Überschwemmungen und Erdrutsche zur Folge. An acht unterschiedlichen Einsatzorten kämpften THW-Kräfte aus den Geschäftsführerbereichen Gießen und Olpe zusammen mit der Höhenrettungsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes Oberbergischer Kreis gegen die Folgen des Unwetters. Sie leuchteten einen Tunnel aus, stützten Häuser ab und evakuierten mit Rettungsbooten Personen an der Biggetalsperre.

In Dessau waren Boote gefragt

Bei einer Bereichsausbildung in Dessau am 24. September gingen die Helferinnen und Helfer ebenfalls von einem Hochwasserszenario aus. Aus sechs Ortsverbänden trafen sich Fachgruppen Wassergefahren und übten gemeinsam Personen zu retten, Material zu transportieren oder Arbeitsplattformen auf dem Wasser zu positionieren. Außerdem trainierten sie verschiedene Fahrmanöver und frischten ihre Kenntnisse im Bereich der Schifffahrtzeichen auf.

Wasser in rauen Mengen – manchmal wird es auch benötigt

Von Zeit zu Zeit pumpen THW-Kräfte Wasser nicht von der Einsatzstelle weg, sondern dort hin. So geschehen bei dem Waldbrandszenario des Landkreises Ostprignitz-Ruppin am 23. September, an dem der Ortsverband Neuruppin mit 20 Kräften teilnahm. Über eine Strecke von 700 Metern verlegten sie eine Schlauchleitung von einem See zu einer Wasserübergabestelle. Das sind Wasserbecken, die THW-Kräfte als Löschwasserreservoir für die Feuerwehr aufbauten.

Kommunikation auch im Notfall

Vom 15. bis 17. September errichteten und betrieben Fachgruppen Führung und Kommunikation aus mehreren THW-Landesverbänden probehalber drei verschiedene Kommunikationssysteme für den Notfall. Das THW und andere Hilfsorganisationen müssen sich nach Stromausfällen oder bei Katastrophen austauschen können. Eine verlässliche Kommunikation für Einsatzkräfte ist dafür das A und O. Die THW-Kräfte sind sogar in der Lage, die Kommunikationswege für die Bevölkerung teilweise wiederherzustellen.

Die Ortsverbände Cottbus und Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf erledigten am 30. September ebenfalls Führungsaufgaben. Die angenommene Lage dort war ein Amoklauf in einer Schule in Cottbus mit 130 Verletzten. Die THW-Kräfte betrieben einen Bereitstellungsraum für die Einsatzfahrzeuge einer Medizinischen Task Force, einem Großverband aus Sanitätsorganisationen. Darüber hinaus bauten sie eine Führungsstelle auf, mit der sie Einsatzkräfte koordinierten.

Rettungsaktion nach Gasexplosion

Am 30. September bewies der Technische Zug des Ortsverbands Münster in einer Übung, dass das THW auf unzählige Einsatzszenarien vorbereitet ist: In einem teileingestürzten Gebäude retteten die Ehrenamtlichen Personen nach einer angenommenen Gasexplosion. Im Zuge dieses Training mussten sie die Lage gut erkunden, Gebäudeteile behutsam entfernen und besonders auf ihre eigene Sicherheit achten.

Am selben Tag sahen sich auch Ehrenamtliche aus den THW-Ortsverbänden Quedlinburg und Leipzig mit einem teilweise zerstörten Gebäude nach einer Gasexplosion in Cochstedt konfrontiert. Sie stellten zwei Trupps mit dem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) und überwachten damit die Gebäudestabilität während der Rettungsarbeiten der Feuerwehr. Zeitgleich steiften THW-Kräfte aus Staßfurt die dritte Etage des Gebäudes mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS) aus.

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