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Üben für die richtig schwierigen Einsätze

Von THW-Kräften wird erwartet, dass sie im Einsatz einen klaren Kopf bewahren und verlässliche Arbeit leisten – dabei engagieren sie sich „nur“ ehrenamtlich. So viel Verantwortung verlangt gute Vorbereitung: In den vergangenen Wochen probten zahlreiche Ortsverbände alle möglichen Szenarien, bezogen die THW-Jugend mit ein und kooperierten mit anderen Hilfsorganisationen, sogar in Tunesien.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag übten 60 Kräfte der THW-Ortsverbände Friedrichsthal und Sulzbach gemeinsam mit der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Deutschen Bahn. In dem Szenario geriet ein Zug in Brand und blieb nach einer Notbremsung inmitten eines Tunnels stehen. 19 Fahrgäste erlitten Verletzungen und gerieten in Panik. Helferinnen und Helfer der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen stellten mit A-Schläuchen die 300 Meter lange Wasserversorgung für die Brandbekämpfung her. Weitere THW-Kräfte errichteten mit dem Einsatzgerüstsystem (EGS) einen Gleiswagen, mit dem sie Verletzte aus dem Tunnel zum Versorgungsstelle des DRK transportierten.

Der Ortsverband Lohr simulierte in seiner Herbstübung mit dem Bayrischen Roten Kreuz und der Bergwacht den Absturz von fünf Waldarbeitern an einem unwegsamen Hang im Lohrer Stadtwald. Die 1. Bergungsgruppe des THW stieg zu den verletzten Waldarbeitern ab, die in einem Tal lagen. Ihre Kameradinnen und Kameraden bauten währenddessen 50 Meter weiter oben eine etwa 85 Meter lange Seilbahn mit einem Mehrzweckzug und einer Schleifkorbtrage auf. Damit retteten sie drei der Verletzten, die anderen beiden brachte die Bergwacht in Sicherheit.

Explosion verwüstete Wohngebiet

Am selben Tag rückte der THW-Ortsverband Duisburg zu einer Wochenendübung mit 107 Teilnehmenden nach Wesel aus. Die Freiwillige Feuerwehr Duisburg, die Johanniter-Unfall-Hilfe und die Ambulante Erst-Versorgung folgten der Einladung des THW. Nach einer fiktiven Explosion eines Blindgängers aus dem Weltkrieg galt es gemeinsam nach Überlebenden zu suchen. Die schwere Explosion säumte einen Straßenzug mit Trümmern und schloss Personen in einem Schulgebäude ein. Die Bergungsgruppen des THW und die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr arbeiteten sich aus zwei Richtungen systematisch durch das zerstörte Gebiet. Insgesamt 15 Einsatzstellen galt es zu bewältigen. Die Fachgruppe Räumen schaffte mit ihrem Bergeräumgerät Trümmer aus dem Weg und ermöglichten so weiteren Einsatzfahrzeugen die Zufahrt. Insgesamt 40 Verletztendarstellende und Übungspuppen befreiten die Einsatzkräfte aus Trümmern und teils verrauchten Gebäuden. Der Rettungsdienst der JUH und AEV versorgte anschließend die „Verletzten“ und brachte sie von der Einsatzstelle weg.

Neue Einsatzkräfte für die Technischen Züge

Zwölf Männer und Frauen bestanden am vergangenen Wochenende in Leonberg die Abschlussprüfung der Grundausbildung im THW. Hochmotiviert und etwas nervös stellten sie sich Aufgaben wie der Holz- und Gesteinsbearbeitung, dem Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten und der theoretischen Prüfung. Einige der Prüflinge bestanden sogar mit voller Punktzahl.

Auch Mitglieder der THW-Jungend zeigten in Einsatzübungen, wie gut sie die Herausforderungen im Bevölkerungsschutz beherrschen. Am 28. und 29. Oktober fand der 24-stündige Emergency Rescue Day auf dem Gelände des THW-Ortsverbandes Schorndorf und in dessen Umgebung statt. In diesem Jahr nahmen Gruppen des Jugendrotkreuzes aus Urbach und Plüderhausen, der THW-Jugend Schorndorf sowie der Jugendfeuerwehren aus Korb und Waiblingen teil. Die Kinder und Jugendlichen meisterten gemeinsam acht verschiedene Szenarien. Bei einem der Einsätze mussten sie nachts Personen suchen, außerdem sicherten sie einen verunfallten Gefahrstoffanhänger und versorgten Verletzte. Zwischen den größeren Einsätzen wurden die jugendlichen Einsatzkräfte durch kleinere Aufgaben – beispielsweise eine Ölspur auf der Straße – auf Trab gehalten. Einer der Höhepunkte der 24 Stunden-Übung fand am zweiten Tag auf dem Gelände einer ehemaligen Schule in Grunbach statt. Der Nachwuchs von THW und Feuerwehr löschten in gemischten Gruppen angenommene Brände und retteten Personen, die sie anschließend der Obhut des Jugendrotkreuzes übergaben.

In Ellwangen sahen sich die Junghelferinnen und -helfer der örtlichen THW-Jugend ähnlichen Aufgaben konfrontiert: Sie fanden sich für ein Ausbildungswochenende vom 27. bis 29. Oktober in der Stockensägmühle ein. Für sie stand unter anderem Erste Hilfe, Personenrettung mittels schiefer Ebene, Leiterhebel und Seilbahn auf dem Ausbildungsplan – neben einem ausgeprägten Freizeitprogramm, versteht sich.

Personensuche unter Atemschutz

50 Angehörige der THW-Ortsverbände Hilpoltstein und Roth nutzten die abbruchreife Stadtbrauerei in Roth für eine umfangreiche Bergungsübung am 27. und 28. Oktober. Die Übung am ersten Abend hatte zwei Schwerpunkte: Die Helfer und Helferinnen leuchteten den Einsatzort umfassend aus und durchsuchten das verwinkelte Produktionsgebäude unter Atemschutz. Die Atemschutzgeräteträger mussten zwei vermisste Personen aus dem Keller der Brauerei in Sicherheit bringen. Dabei legte die Übungsleitung besonders viel Wert auf klare Kommunikation an der Einsatzstelle. Am darauffolgenden Samstag sicherten die Helferinnen und Helfer nach einer angenommenen Verpuffung einsturzgefährdete Gebäudeteile mittels Kreuzstapel. Darüber hinaus schufen sie Decken- und Wanddurchbrüche, um zu verschütteten Personen gelangen zu können.

Mit Verletzten in einem einsturzgefährdeten Gebäude nach einer Staubexplosion hatten es THW-Kräfte des Geschäftsführerbereichs Dresden zu tun. In einer weiteren Wochenendübung mit im Oktober mit 100 Teilnehmenden stützten sie ein altes Schulgebäude in Moritzburg mit einer Holzkonstruktion ab. Zusätzlich bauten die THW-Kräfte dort einen Bergungsturm aus mit dem EGS auf, weil die Menschen das Haus nicht mehr auf regulärem Weg verlassen konnten. THW-Einheiten aus Dresden, Görlitz, Kamenz, Radebeul, Riesa und Zittau arbeiteten in dem Szenario mit der Feuerwehr zusammen.

Weitere Ausbildung im Kooperationsprojekt mit Tunesien

Doch nicht nur in Deutschland, auch in Kairouan in Tunesien wurde mit Beteiligung des THW geübt. In der vierten Oktoberwoche wiesen vier THW-Einsatzkräfte zwölf Ausbilder des tunesischen Zivilschutzes in das Einsatzgerüstsystem ein. In den folgenden Tagen gaben die Hauptamtlichen ihr neu erlangtes Wissen direkt an ihre Kameradinnen und Kameraden weiter. Dies ist ein weiterer Schritt der Projektarbeit in Tunesien, die seit 2012 vom Auswärtigen Amt gefördert wird.

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