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Von Gefahrstoffen umgeben

Explosionen in mehreren Labortrakten und Lagerräumen mit chemischen, biologischen und radiologischen Gefahrstoffen: Für eine Übung in Quedlinburg am vergangenen Wochenende mit sechs beteiligten THW-Ortsverbänden hätte es kein kniffligeres Szenario geben können.

Mehr als 40 THW-Kräfte fanden auf dem Gelände des Ortsverbands Quedlinburg mehrere komplizierte Übungsabschnitte vor. Die Grundlage war ein Szenario mit mehreren Explosionen in einem Forschungsinstitut für Bio- und Gentechnik. Die Räume des Ortsverbands dienten dabei als fiktive Einsatzstelle. Darunter war ein Labortrakt mit der höchsten Sicherheitsstufe, zwei Gebäude mit radioaktiven Strahlungsquellen sowie ein weiteres Gebäude mit einem Lager für hochgiftige Substanzen. Nur unter höchsten Schutzmaßnahmen gelang es, ein weiteres Austreten von Chemikalien zu verhindern und atomare Gefahren abzuwenden.

Zu Beginn der Simulation wurden noch einige Menschen in den Gebäudeteilen vermisst. In Chemikalienschutzanzügen und mit Atemschutzgeräten drangen die Helferinnen und Helfer des THW in die Gebäude ein. Sie lokalisierten mit Messgeräten die atomaren Strahler und nahmen sie anschließend mit strahlungssicheren Behältern auf. Gleichzeitig retteten sie mehrere Verletzte. Ein Behälter mit auslaufender Phosphorsäure erschwerte die Arbeiten zusätzlich, die eingesetzten Trupps dichteten ihn provisorisch ab.

In einem weiteren Einsatzabschnitt hatten die Ehrenamtlichen ganz andere Probleme zu bewältigen: Sie konnten Schreie hören, doch der Zugang zu zwei Gebäuden war zugeschüttet. Mit schwerer Technik gruben, sägten und bohrten sich die THW-Kräfte Stück für Stück durch die Trümmer. Als sie bei den Verletztendarstellerinnen und -darstellern ankamen, leisteten sie Erste Hilfe und betreuten die Personen.

Parallel dazu lief eine weitere Übung und Weiterbildung im Bereich Atemschutz. Helferinnen und Helfer beschäftigten sich in Theorie und Praxis mit unterschiedlichen Atemschutzgeräten und Notfallequipment. Was sie dabei gelernt hatten, nutzten sie im Anschluss auf einer anspruchsvollen Atemschutzübungsstrecke mit einsatznahen Bedingungen.

An den Übungen waren Ehrenamtliche aus den THW-Ortsverbänden Magdeburg, Staßfurt, Stendal, Halberstadt, Quedlinburg und Oschersleben beteiligt. Sie stellten am Wochenende nicht nur ihren hohen Ausbildungsstand unter Beweis, sondern auch, dass die Zusammenarbeit unter den Kameradinnen und Kameraden funktioniert.

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