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Ausbilden was das Zeug hält

Im Ortsverband, am See, auf dem Wasser: In den vergangenen Wochen meisterten dutzende THW-Kräfte verschiedene Ausbildungsszenarien und rüsteten sich für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Dazu setzten sie schweres Gerät ein, ließen Boote zu Wasser und retteten Verletztendarsteller.

Helferinnen und Helfer aus den THW-Ortsverbänden Aalen, Göppingen, Gruibingen, Kirchheim unter Teck, Neuhausen, Ostfildern und Schorndorf strömten am vergangenen Wochenende auf das Gelände des Ortsverbands Kirchheim unter Teck. Dort lernten sie das Einmaleins des Feldkabelbaus und ließen sich die Funktionen des Führungskraftwagens erklären. Am darauffolgenden Tag richteten die THW-Kräfte eine vollständige Führungsstelle ein und übten in Planspielen, Einsatzkräfte, Material und Fahrzeuge zu koordinieren.

Bereits eine Woche zuvor war der Ortsverband Kirchheim unter Teck Anlaufstelle für mehrere dutzend THW-Kräfte. Damit sich Helferanwärter auf Ihre Grundausbildungsprüfung vorbereiten konnten und ausreichend Platz zur Verfügung stand, um eine Führungsstelle zu errichten, wichen die Fahrzeuge der Fachgruppe Räumen und der beiden Bergungsgruppen auf naheliegende Firmengelände aus. Während die Fachgruppe Räumen schwere Trümmer mit Kompressoren aufbrach und mit Radladern aus dem Weg räumte, übten die Bergungsgruppen auf einem anderen Gelände, einen behelfsmäßigen Übergang aus Teilen des Einsatz-Gerüstsystems (EGS) zu bauen.

Eine Schifffahrt, die ist lustig…

Vom steinigen Terrain der Übungsgelände zum rauschenden Wasser von Europas zweitlängstem Fluss: An Christi Himmelfahrt versammelten sich 30 THW-Kräfte des Ortsverbands Forchheim zur Sonderausbildung auf der Donau. Die Ehrenamtlichen ließen zwei Mehrzweckboote und ein Schlauchboot zu Wasser und begannen zu paddeln. Dabei war gutes Rhythmusgefühl und Kommunikation im Team gefragt, um sich schnellstmöglich und sicher fortzubewegen.

Am zweiten Tag stießen ein Mehrzweckboot und ein Pontonboot des Ortsverbands Straubing hinzu. Diesmal setzten die THW-Kräfte auf die Kraft der Außenbordmotoren. Eine besondere Herausforderung war die Strömung der Donau, die ein besonders umsichtiges Fahrverhalten erforderte. Noch stärker gefragt war diese Fähigkeit, als die Helferinnen und Helfer auf den Inn übersetzten, der mehr Wellen als die Donau erzeugt.

Bergen in den Bergen

Ebenfalls am Gewässer, aber mit trockenen Füßen starteten zur gleichen Zeit mehr als 40 Ehrenamtliche aus den THW-Ortsverbänden Böblingen, Ludwigsburg und Schorndorf gemeinsam mit Partnerorganisationen in das gemeinsamen Ausbildungswochenende am Schweizer Sempachersee. Auf dem Gelände des Zivilschutzausbildungszentrums Sempach trainierten die THW-Kräfte, Verletzte aus Trümmergebieten zu retten. Im nahegelegenen Steinbruch übten die Helferinnen und Helfer zudem insbesondere, Personen aus Fahrzeugen zu bergen. Die Fahrzeuge waren teilweise verschüttet oder lagen an einem Steilhang, was die Rettung erschwerte.

Am nächsten Tag vertieften die THW-Kräfte an insgesamt vier Stationen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten für die Personenrettung. Beispielsweise seilten sich die Ehrenamtlichen mittels Behelfskonstruktionen aus dem EGS auf und ab oder bewegten tonnenschwere Lasten mithilfe von Mehrzweckzug, Hebekissen, Büffelwinde und hydraulischem Spreizer.

Siegen international

Bereits Mitte Mai verwandelte sich Siegen in einen internationalen Sammelpunkt für Katastrophenhilfe: Mehr als 20 Fachleute aus zwölf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) trafen sich auf dem Gelände des THW-Ortsverbands Siegen zu Stabsrahmenübungen für Führungspersonal des europäischen Katastrophenschutzes. Diese sogenannten ModTTX (Modules Table Top Exercises) umfassen insgesamt fünf Übungseinheiten und konzentrieren sich auf Abläufe und Prozeduren bei schweren Katastrophen, in denen internationale Hilfe von Nöten ist. So spielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Siegen drei Tage lang typische Einsatzszenarien wie weitreichende Überflutungen oder heftige Erdbeben durch. Zuvor mussten die Fachleute zahlreiche Situationen eines internationalen Einsatzes bewältigen, wie beispielsweise Einreisekontrolle, Zollabfertigung und Verpflegung. Insgesamt mehr als 30 THW-Kräfte aus Siegen unterstützten die Übung.

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