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Ein „FeuerWerk“ an technischer Hilfeleistung

Glas splittert, Blech knackt, Sägen rattern: Am vergangenen Wochenende trainierten Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Elmshorn an der Feuerwehrtechnischen Zentrale Ahrenlohe mit den örtlichen Feuerwehren und Mitgliedern der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKISH). Drei Tage lang ging es um Hilfeleistungen bei Unfällen aller Art.

Unter Aufsicht von 35 erfahrenen Ausbildern und Ausbilderinnen übten etwa 100 Einsatzkräfte Rettungstechniken in Situationen wie PKW-Crashs, Maschinenunfälle oder dem Abstützen einer Hauswand. Gemischte Teams aus THW-Kräften, Rettungsdienst und Feuerwehrleuten arbeiteten zwei Tage lang jeweils 90 Minuten an acht verschiedenen Stationen. Der THW-Ortsverband Elmshorn bildete an der Station "Hausabstützung" zum Umgang mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS) aus. Einer von zwei Ausbildungsschwerpunkten waren Gefahren in und an Gebäuden. Die Einsatzkräfte trainierten, sich durch Fenster und Türen Zutritt zu Gebäuden zu verschaffen, in Treppengeländer eingeklemmte Personen zu retten und Kellerräume auszupumpen.

Den anderen Schwerpunkt bildeten Unfälle mit Fahrzeugen aller Art, darunter Trainingsszenarien wie Personenrettung aus Fahrzeugen in Seitenlage, aus LKW-Kabinen und der Einsatz von Ketten nach skandinavischem Vorbild: Bei der sogenannten „Oslo-Methode“ ziehen Einsatzkräfte Fahrzeugteile mit Ketten auseinander, um eingeklemmte Personen schneller befreien zu können. Außerdem übten die Teilnehmenden, wie sie Menschen bei Unfällen mit Landmaschinen und Elektrofahrzeugen retten können. Dazu hatten standen dutzende Unfallautos und LKW-Kabinen bereit.

Ziel dieses erstmalig stattfindenden Ausbildungswochenendes war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen zu stärken. Die Gruppen bestanden jeweils aus Kräften von THW, Feuerwehr und Rettungsdienst, wodurch die Teilnehmenden wichtige Erfahrungswerte austauschen konnten. Neben praktischen Übungen fanden Vorträge zur psychologischen Einsatznachsorge und der ersten Stunde nach einem Unfall, auch „Golden Hour of Shock“ genannt, statt. Diese beschreibt die verbesserten Überlebenschancen, wenn eine verletzte Person in der ersten Stunde nach einem schweren Unfall in einem Traumazentrum behandelt werden kann.

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