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Schweißtreibende Trainingseinheiten

Das letzte Juni-Wochenende nutzten viele THW-Ortsverbände und vertieften das Fachwissen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei Übungen und Fortbildungen. Bei sommerlichen Temperaturen trainierten sie beispielsweise die Deichverteidigung, die Hilfe nach einem schweren Orkan, den Aufbau einer Löschwasserversorgung und den Schichtwechsel in einem Führungsstab.

Enorme Schäden hatte das Orkantief „Achille“ im baden-württembergischen Achern verursacht. So lautete die Annahme einer dreitägigen Übung der Ortsverbände Heidelberg, Neunkirchen und Oberhausen-Rheinhausen zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst. Verkehrsunfälle, entgleiste Züge, vermisste Personen und einsturzgefährdete Gebäude waren nur einige der Szenarien, denen sich die 60 THW-Einsatzkräfte bei heißem Sommerwetter stellten.

Im bayerischen Freising setzten sich mehr als 20 THW-Helferinnen und -Helfer aus dem Regionalbereich München sowie sieben Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München mit möglichen Gefahren für Deiche und den wichtigsten Methoden der Deichverteidigung auseinander. Dazu lagen auf dem Übungsgelände des Ortsverbands Freising mehr als 2 700 gefüllte Sandsäcke bereit. An zwei Stationen bauten die Teilnehmenden eine Quellkade beziehungsweise eine Auflast am Deich. Beide Gruppen errichteten anschließend gemeinsam einen Damm aus Sandsäcken mit einer Höhe von rund einem Meter.

In Demen (Mecklenburg-Vorpommern) ging das Übungsszenario davon aus, dass ein Meteorit über Sibirien abgestürzt war und glühend heiße Teile des Himmelskörpers auch Deutschland getroffen hatten. Aufgabe der 70 THW-Kräfte aus dem Regionalbereich Schwerin war es, auf dem weitläufigen Übungsgelände Löschwasser über eine Strecke von 1,7 Kilometern zu einem Waldbrand zu pumpen, Personen zu retten, die ortsansässige Infrastruktur mit Strom zu versorgen und ein einsturzgefährdetes Gebäude niederzulegen. Unterstützt wurden sie dabei von der Freiwilligen Feuerwehr Demen.

Die Führungsarbeit stand im Mittelpunkt einer Stabsübung des Regionalbereichs Mönchengladbach im rheinland-pfälzischen Ahrweiler. Rund 40 ehrenamtliche Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr übten an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) die Abläufe im Führungsstab eines Landkreises nach einem Erdbeben mit Deichbruch. Die Besonderheit der zwölfstündigen Simulation bestand darin, dass drei Schichtübergaben stattfanden, um diesen Aspekt der Stabsarbeit gezielt zu trainieren.

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