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Das große Beben

Wie fährt man ein Einsatzfahrzeug auf der Buckelpiste? Und wie befreit man einen Verschütteten nach einem Erdbeben? Diesen ganz unterschiedlichen Übungsaufgaben stellten sich THW-Kräfte in den vergangenen Wochen. Bei einer Kraftfahrerfortbildung in Münster und bei einer Katastrophenschutzübung im schweizerischen Eiken probten die THW-Helferinnen und -Helfer den Ernstfall. .

Schweres Erdbeben im Rheingraben: Zu diesem Übungsszenario rückten am vergangenen Samstag der Technische Zug und die Fachgruppe Logistik/Materialerhaltung des Ortsverbandes Rottweil aus.Bereits bei der Anfahrt zur Katastrophenschutzübung im schweizerischen Eiken absolvierten die THW-Einsatzkräfte zusammen mit den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes ihre erste Aufgabe. Um vier Uhr morgens trafen sich die THW-Kräfte am gemeinsamen Treffpunkt in Rottweil, um die eintreffenden Fahrzeuge der anderen Organisationen einzuweisen. Ziel war es, mit allen 40 Fahrzeuge in einem geschlossenen Verband an den Zielort in der Schweiz zu gelangen.

Dort mussten die THW-Helferinnen und -Helfer in einem nachgebildeten Trümmerkegel und einem verzweigten Röhrensystem in Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen verletzte Personen bergen. Um zu den Verletzten zu gelangen, arbeiteten sich die Einsatzkräfte durch das Röhrensystem vor. Hindernisse aus Eisenrohren, eingebaute Betonwippen sowie Klapp- und Schiebetüren erschwerten die Bergungsarbeiten für die Helferinnen und Helfer. Besonders mehrere ineinander verkeilte Betonplatten, welche die Einsatzkräfte in strategischer Reihenfolge bewegen mussten, und ein gefluteter Teil des Röhrensystems forderten die Fähigkeiten der Einsatzkräfte. Bei der Katastrophenschutzübung in der Schweiz wurden nicht nur die technischen und strategischen Fähigkeiten der Einsatzkräfte trainiert, sondern auch die organisationsübergreifende Zusammenarbeit gestärkt.

Holprige Fahrpraxis
Ende Juni übten auch in Münster THW-Einsatzkräfte für die Praxis. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht Ortsverbänden stellten sich im Rahmen einer Fortbildung für Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen verschiedenen Herausforderungen rund um die Fahrpraxis mit THW-Einsatzfahrzeugen. Nach einer theoretischen Einführung und der ergonomischen Einstellung von Sitz und Spiegel ging es mit den Fahrzeugen auf die Piste. Als erste Fahraufgabe mussten die Teilnehmenden eine sogenannte „Nato-Wende“ durchführen. Dieses Fahrmanöver wird eingesetzt, wenn ein geschlossener Fahrzeugverband im Falle einer blockierten Straße oder eines Navigationsfehlers wenden muss. Außerdem übten die Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen, die jeweiligen Fahrzeugmaße richtig einzuschätzen und die Großfahrzeuge auf engstem Raum zu manövrieren. Wie sich ein großes Einsatzfahrzeug auf unebenem Grund verhält, konnten die Teilnehmenden am Ende bei einer Fahrt auf der Buckelpiste erleben.

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