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Von Schatzsuchenden und Organisationstalenten

Spannende Trainings: Während THW-Kräfte am vergangenen Wochenende im Allgäu die Koordination eines Hochwassereinsatzes probten, vermuteten Helferinnen und Helfer bei einer Übung im Harz einen Schatz.

Hochwasser in der Region Kempten im Allgäu: THW-Kräfte aus ganz Bayern sind unterwegs ins Allgäu. Ohne gute Koordinierung und fachliche Leitung würde solch eine Situation schnell im Chaos enden. Damit die Hilfe im Einsatzfall an der richtigen Stelle ankommt, übten mehr als 80 THW-Helferinnen und Helfer am vergangenen Wochenende, wie man die „Chaosphase“ am Anfang eines Einsatzes bewältigt und koordiniert.

Der Übungseinsatz startete am vergangenen Freitag mit der Ankunft der fiktiv angeforderten THW-Kräfte. Die THW-Zugtrupps aus Lindau, Kempten und Füssen übernahmen die Lotsenstellen und leiteten die anrückenden Einsatzkräfte an den Einsatzort. Besonders realitätsnah wurde diese Übungssituation durch den Einsatz von LKWs und Fahrzeuggespannen aus den beteiligten THW-Ortsverbänden. THW-Kräfte fuhren diese an den Ort des Geschehens, einen Truppenübungsplatz in Bodelsberg. Noch bevor die Verstärkung eintraf, hatten die Zugtrupps der THW-Ortsverbände Kaufbeuren, Günzburg und Sonthofen eine Führungsstelle mit dem dazugehörigen Meldekopf eingerichtet.

Am nächsten Tag galt es, die nötigen Vororteinsätze im Oberallgäu zusammen mit der örtlichen Feuerwehr zu koordinieren. Zu diesem Zwecke bildeten einige der Zugtrupps die Einsatzabschnittsleitung, während andere sich um die Aufnahme weiterer Einheiten am Meldekopf kümmerten. Neben den internen Abläufen übten die THW-Helferinnen und -Helfer auch die Kommunikation nach außen. Dabei lernten sie, wie man die Einsatzlage gegenüber Vertretern und Vertreterinnen aus Politik oder übergeordneten Stellen vorstellt. Statisten schlüpften dafür in die Rolle einer Landrätin und eines THW-Landesbeauftragten.

Die Rolle von Schatzsuchenden übernahmen am Wochenende die Einsatzkräfte des THW-Ortsverbands Osterode am Harz. Die Feuerwehr Göttingen übergab ihnen einen alten verschlossenen Tresor, bei dem schon seit geraumer Zeit der Schlüssel fehlte. Die perfekte Gelegenheit für die Helferinnen und Helfer, um den Umgang mit der Sauerstoff-Kern-Lanze zu üben. Diese kann mit Temperaturen von circa 2200 Grad selbst dicke Metallwände durchbrennen. Bei der Öffnung des Panzerschrankes fand die spontan gegründete Fachgruppe Schatzsuche zwar nur heiße Luft, die spannende Erfahrung mit der Sauerstofflanze entschädigte aber für die Enttäuschung.

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