Hauptnavigation

Weltweit Leben retten durch effektive Zusammenarbeit

45 Spezialistinnen und Spezialisten – darunter zwei THW-Kräfte – aus den Logistik- und Telekommunikations-Clustern, die das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen (UN) leitet, trafen sich Mitte Oktober im THW-Ausbildungszentrum Neuhausen zur Übung „gear.UP“. In einem realistischen Szenario trainierten sie internationale Hilfeleistung nach einem schweren Erdbeben.

Ausgangslage der Übung war, dass die Naturkatastrophe in dem fiktiven Staat Tukastan wichtige Infrastrukturen zerstört hatte und die Telekommunikation zusammengebrochen war. Die Betroffenen benötigten in dem Szenario dringend Hilfsgüter aller Art. Um deren Versorgung sicherzustellen sowie die nach und nach eintreffende internationale Hilfe zu koordinieren, kamen Teilnehmende aus verschiedenen staatlichen und nichtstaatlichen Hilfsorganisationen aus 29 unterschiedlichen Nationen zum Einsatz.

Zum einen mussten die Angehörigen des ETC (Emergency Communications Cluster) Telekommunikationstechnik aufbauen und untereinander ihre Aufgaben einteilen. Zum anderen organisierten die Fachleute des Logistics Clusters die Verteilung der Güter auf den teils beschädigten Transportwegen. Dabei mussten sie mit stark begrenzten Ressourcen, Transportkapazitäten und Geldern auskommen.

150 Kräfte allein für den Übungsbetrieb

Für das Szenario errichteten die Kräfte in der Umgebung des THW-Ausbildungszentrums Neuhausen vier Feldlager, die jeweils über zahlreiche Antennen und Sattelitenschüsseln verfügten. Damit schafften die Angehörigen des ETC Internet- und Funkverbindungen, während der Logistics Cluster Hilfsgüterströme in die Unglücksregion managte. Gleichzeitig dienten ihnen die Zelte eine Woche lang als Wohnraum.

Rund 150 Trainerinnen und Trainer sowie weitere THW-Kräfte sorgten für realistische Bedingungen: In einem Kontrollraum im Ausbildungszentrum befeuerten Angehörige internationaler Hilfsorganisationen das Szenario mit sogenannten Einspielungen verschiedener Intensität. Dazu zählten beispielsweise vom Erdbeben Vertriebene, Probleme mit Transportfahrzeugen, Konflikte mit der örtlichen Bevölkerung oder Missverständnisse mit den örtlichen Sicherheitsbehörden. Derartige Ereignisse führten bei den Teilnehmenden zu Stress, den sie neben ihren anderen Aufgaben bewältigen mussten. Rollenspieler und -spielerinnen verstärkten diese Eindrücke, indem sie als Militärangehörige, Journalisten, Politikerinnen oder Anwohner in den Feldlagern auftraten. Diesen Part übernahmen teilweise die THW-Kräfte, die darüber hinaus die technischen und logistischen Rahmenbedingungen für die siebentägige Übung schafften, zum Beispiel mit Stromaggregaten und der Versorgung aller Mitwirkenden.

Gut vernetzt für reale Einsätze

Eine Besonderheit der gear.UP-Übung ist, dass die Komponenten der beiden Service-Cluster des WFP miteinander vernetzt sind und die Expertinnen und Experten ihre Schnittstellen untereinander zusätzlich berücksichtigen müssen. Dieses kooperative Training, welches so zum zweiten Mal in Folge stattfand, stärkt die Teamfähigkeiten und bereichert die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden. Ziel ist es, dass die Cluster-Mitglieder in Notfällen auf der ganzen Welt effektiv miteinander arbeiten und somit Menschenleben retten. Denn die Kommunikation und die Logistik sind Servicebereiche der Vereinten Nationen, auf die alle anderen Hilfeleistungen aufbauen.

Das WFP und das THW planten gemeinsam die gear.UP-Übung, die in den Jahren zuvor OpExBravo & Logistics Response Team (LRT) hieß und nach wie vor eine von mehreren LRT-Übungen ist. Das Auswärtige Amt und die Luxemburgische Regierung unterstützten sie und finanzierten das Training. Auch der Landesverband Hessen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) leistete einen wichtigen Beitrag, indem dieser in Absprache mit dem Generalsekretariat des DRK in Berlin Zelte und andere Materialien zur Verfügung stellte. Darüber hinaus waren das Flüchtlingshilfswerk UNHCR, das Entwicklungsprogramm der UN (UNDP), Help.NGO, World Vision, der Bevölkerungsfonds der UN (UNFPA), Save the Children, die Behörde der USA für Entwicklungszusammenarbeit (US Aid), Emergency.lu, Internationale Organisation für Migration (IOM), Malteser International, Welthungerhilfe, CARE International, Johanniter International, Aktion gegen den Hunger (ACF), Tearfund, Oxfam, MedAir, Solidarites International, ShelterBox, das Kinderhilfswerk der UN (UNICEF), die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und Ericsson Response beteiligt.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zur Region

Im Einsatz

Ihre Meinung zählt

Lassen Sie uns wissen, was Ihnen gefällt oder nicht gefällt. Wir sind offen für Ideen, freuen uns über Ihr Lob und nehmen Ihre Kritik ernst. Geben Sie uns hier Ihr Feedback!

Feedback abgeben

KalenderTermineIm Dezember 2018

Mo Di Mi Do Fr Sa So
          01. Dezember Termine am 02. Dezember

Termine am 2. Dezember

03. Dezember 04. Dezember 05. Dezember 06. Dezember 07. Dezember 08. Dezember 09. Dezember
10. Dezember 11. Dezember 12. Dezember 13. Dezember 14. Dezember 15. Dezember 16. Dezember
17. Dezember 18. Dezember 19. Dezember 20. Dezember 21. Dezember 22. Dezember 23. Dezember
24. Dezember 25. Dezember 26. Dezember 27. Dezember 28. Dezember 29. Dezember 30. Dezember
31. Dezember            

Alle Termine

Navigation und Service