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EU-Ratspräsidentschaft: THW beim MIC-Seminar

Koordination und Kommunikation im Einsatz, Wasser für Menschen in Not und schnelle Hilfe mit Hochleistungspumpen, das sind die Themenbereiche, die das THW vom 27. bis 29. März im Rahmen des „MIC-Seminars“ an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) vorstellt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) organisiert die Arbeitstagung, die im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft stattfindet.

Jedes von einer Katastrophe betroffene Land kann über das Informations- und Beobachtungszentrum (MIC) in Brüssel Hilfe anfordern. Das MIC ist in der Katastrophenschutzabteilung der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission angesiedelt und Kernstück des EU-Gemeinschaftsverfahrens, auch EU-Mechanismus genannt. Vom MIC aus wird das Hilfeersuchen an die beteiligten Staaten weitergeleitet. Diese wiederum melden zurück, ob und in welchem Umfang sie helfen können. Die Antworten werden im MIC gesammelt und an das hilfesuchende Land weitergeleitet.


An dem „MIC-Seminar“ nehmen ca. 80 Katastrophenschutzexperten aus der EU teil. In vier Themenblöcken werden sich die Teilnehmer mit den Themen Informationsmanagement, personelle Unterstützung des MIC, Experteneinsatz und Transportmanagement auseinandersetzen und den EU-Mechanismus weiterentwickeln. Neben der Ausstellung zu den Kompetenzen des THW bei Auslandseinsätzen anhand ausgewählter Beispiele, ist das THW auch inhaltlicher Mitgestalter des „MIC-Seminars“. Mit Fachvorträgen beispielsweise zum Thema Auslandslogistik und der Leitung des Themenblocks „Experteneinsatz“ stellt das THW sich den europäischen Partnern als Einsatz- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes vor und unterstreicht seine Rolle als Partner bei der Weiterentwicklung des EU-Mechanismus.

Das Gemeinschaftsverfahren zur Förderung einer verstärkten Zusammenarbeit bei Katastrophenschutzeinsätzen - auch als EU-Mechanismus bekannt - geht auf eine Entscheidung des Rates von 2001 zurück und ist seit Januar 2002 in Kraft. Der EU-Mechanismus soll dazu beitragen, den Einsatz der Katastrophenschutzdienste in einem schweren Notfall besser zu koordinieren. Solche Notfälle können Naturkatastrophen oder andere Katastrophen größeren Ausmaßes sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union ereignen.

Als Einsatz- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes leistet das THW auf Anforderung technische Hilfe im Ausland. An der Entwicklung des EU-Gemeinschaftsverfahrens war das THW maßgeblich beteiligt und hat mehrere Experten sowie Einheiten für einen möglichen Einsatz nach Brüssel gemeldet: die Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland (SEEBA) und die Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) sowie die Fachgruppen Ölschaden, Führung und Kommunikation, Elektroversorgung und Infrastruktur.

Mit der Ausbildung und Benennung von EU-Experten wurde bereits 2005 begonnen. An der THW-Bundesschule in Neuhausen finden von der EU finanzierte Ausbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräften aus ganz Europa statt, an denen auch eine große Zahl an THW-Fachkräften teilnimmt.


Als Teil der internationalen Hilfsleistungen nach den verheerenden Überschwemmungen in Bolivien war das THW mit zwei Trinkwasserexperten und einem Trinkwasserlabor erstmals an einer Erkundungsmission der Europäischen Kommission beteiligt. Nach dem Tsunami 2004/2005 hatte das THW im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens neben Einsatz-Teams auch den „EU-Coordination head“ gestellt.

Regelmäßig beteiligt sich das THW mit Einheiten und Beobachtern an EU-Übungen. Darüber hinaus arbeiten Vertreter des THW in verschiedenen Arbeitsgruppen und Workshops auf EU-Ebene mit und unterstützen Vertreter des Bundesministeriums des Innern mit ihrem Fachwissen. Für das THW ist die EU-Großübung EULUX 2007, die Anfang Juni in Luxemburg stattfindet, ein Höhepunkt während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Teams aus Deutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg nehmen mit mehreren hundert Einsatzkräften daran teil. Anschließend findet ein europäischer Katastrophenschutz-Workshop statt.

  • Vereinte Kompetenz im Katastrophenschutz: die 80 Teilnehmer des Monitoring Information Center-Seminars (Bild anzeigen)

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