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Bevölkerungsschutz aus der Luft

Unbemannte Luftfahrtsysteme (ULfs) – umgangssprachlich Drohnen genannt – werden einen großen Einfluss im Bevölkerungsschutz haben und damit auch die zukünftige Arbeit des THW verändern. Ein Workshop des Bundesministeriums des Innern im Besucherzentrum des Bundespresseamtes in Berlin am Dienstag thematisierte den möglichen Einsatz von ULfs.

Auf Einladung des Bundesinnenministers Dr. Thomas de Maizière trafen sich unter anderem Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Einsatzorganisationen und Forschung, um über Möglichkeiten und Chancen der neuen Technik zu sprechen. Auch das THW war mit einer Delegation von ehrenamtlichen Ulfs-Expertinnen und -Experten vertreten. Gelegenheit zum Austausch boten eine Podiumsdiskussion und drei Workshops zu rechtlichen und technischen Aspekten. Zu Beginn der Veranstaltung und in den Pausen konnte sich das THW darüber hinaus mit einer Auswahl an Erprobungsgeräten präsentieren und so gezielt mit anderen Organisationen ins Gespräch kommen.

Dank einer neunen Verordnung haben Organisationen des Bevölkerungsschutzes nun weitreichende Möglichkeiten beim Einsatz von ULfs. Denn alle Akteure im Bevölkerungsschutz können neuerdings bei ihren Einsätzen und Übungen ULfs erstmalig nachweis-, erlaubnis- und verbotsfrei verwenden. Da mit dieser Regelung auch einen große Verantwortung für die Einsatzorganisationen einhergeht, bereitet sich das THW gegenwärtig auf die Nutzung von ULfs für seine Einsatzeinheiten vor. Dazu werden unter anderem Schulungs- und Anwendungsvorgaben erarbeitet. Eine neue Dienstvorschrift für den Betrieb von ULfs im THW wird den erforderlichen Rahmen setzten. Im Verlauf des Workshops in Berlin tauschten sich Vertreter des THW über diese und weitere Herausforderungen mit anderen Organisationen aus.

Bundesinnenminister de Maizière erklärte während des Workshops: "Mit Hilfe dieser kleinen und zum Teil auch größeren Geräte können wir schneller und flexibler werden und im Einsatz bessere Entscheidungen treffen." De Maizière betonte: "Wir wollen diese Fluggeräte in der nächsten Zeit zu einem Standardeinsatzmittel im Katastrophenschutz machen. Dafür ist der heutige Tag ein wichtiger Schritt."

THW-Präsident Albrecht Broemme nahm während des Workshops an einer Podiumsdiskussion mit Akteuren aus Politik und Bevölkerungsschutz teil. Er hob dabei die Bedeutung der neuen Technik für die Einsatzorganisationen hervor. In verschiedenen Fachforen berichteten zudem Vertreterinnen und Vertreter des Grundsatzreferates der THW-Leitung über die bisherigen Umsetzungsarbeiten und Erfahrungen des THW.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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